QUAE EST IN TEMPORE
Logo Pfarrei St. Matthias Südliche Eifel

Pfarrkirche St. Maximin, Baustert

Pfarrkirche Baustert

Die Kirche St. Maximin in Baustert verrät nichts über das hohe Alter der ehemaligen Pfarrei, für die bereits urkundlich im Jahre 978 eine Kirche erwähnt wird. Der heutige Bau besteht aus dem neuromanischen Turm von 1901 und dem modernen Schiff von 1965/67. Der Turm entstand zusammen mit einer Erweiterung der Pfarrkirche des Jahres 1790, die der Düsseldorfer Architekt Joseph Kleesattel d. Ä., durchführte. Ecklisenen, Rundbogenfriese und profilierte Gesimse gliedern ihn, seine drei Geschosse verjüngen sich. Im Obergeschoß sind die Schallarkaden als Zwillingsfenster mit eingestellten Säulchen ausgebildet. Das Kirchenschiff von 1965/67 — eine Arbeit des Bitburger Architekten Hans Geimer — ist ein ganz einfacher, weiter Raum über längsrechteckigem Grundriss, der mit einem Satteldach schließt. Heimische Materialien — roter Sandstein und Schiefer — bemühen sich, den Bau in das Ortsbild einzupassen.

Im Innern verdient besonders die westliche Giebelwand das Interesse des Besuchers: Sie ist als monumentales Glasfenster gestaltet, das Christi Wiederkehr zum jüngsten Gericht darstellt. Die vielfigurige Szene ist ein Werk des Neunkirchner Künstlers W.A. Kurz von 1967. Unter dem Inventar befinden sich noch Ausstattungsstücke aus der neuromanischen Kirche der Jahrhundertwende wie der Taufstein, Heiligenfiguren sowie das Antependium des heutigen Zelebrationsaltars. Es diente ursprünglich als Altaraufsatz und zeigt die Grablegung Christi. Das Sandsteinrelief aus dem Jahr 1823 ist ein gutes Beispiel für einfache, ländliche Bildhauerei.

Filialkirche St. Anna, Hütterscheid

Vielleicht schon in einer Urkunde von 1244, mit Sicherheit aber im Jahre 1473 wird Hütterscheid erstmals genannt. Für 1570 ist eine Filialkirche nachgewiesen. Den heutigen Bau errichtete 1925 bis 1927 der einheimische Bauunternehmer Friedrich in neubarocken Formen. Der dreiachsige Saalbau mit eingezogenem, dreiseitig schließendem Chor zeigt über seiner Eingangsfront einen kräftigen achtseitigen Dachreiter. In der Bekrönung des Eingangsportals wurden Spolien von dem des Vorgängerbaues aus dem Jahre 1795 wiederverwendet. Es trägt eine Figurennische mit einer Statue der Hl. Anna. Den Innenraum überwölbt eine Tonne. Sie sitzt auf einem Klötzchengesims. Ein barockes hölzernes Altarretabel mit gesprengtem Giebel beherbergt die Figuren der Namenspatrone und Leuchterengel. Aus der Erbauungszeit stammen die Verglasungen der hohen, rundbogigen Fenster mit neubarocken Ornamenten.